Wahrheit und Wahn Von Opferkult zum Hexenprozess

Die zum Teil originalen Zellen des ehemaligen Gefangenenhauses bieten den idealen Rahmen, um dieses dunkle Kapitel Neumarkter Regionalgeschichte vor allem von Seiten der Rechtsgeschichte her zu beleuchten. Aberglaube und Irrglaube, Magie und Hexerei und ihre Rituale und Praktiken sind thematisch so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Amulette und Anhänger, die Schutz vor bösen Geistern, Unheil und Katastrophen gewährleisten sollen gehören zu den ältesten archäologischen Fundstücken überhaupt. Seit der Christianisierung waren es vor allem Frauen, die dämonisiert und mit dem Teufel und dunklen Machenschaften in Verbindung gebracht wurden. Durch Folter und peinliche Befragung war den Anklägern ein Instrumentarium gegeben, um den Opfern falsche Geständnisse zu entlocken. In der Ausstellung wird untersucht, wie es zu dieser beispiellosen Verfolgung von Menschen über mehrere Jahrhunderte hinweg kommen konnte und welche Hexenklischees sich bis heute noch in den Köpfen der Menschen gehalten haben. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen

Aberglaube und Irrglaube, Magie und Hexerei und ihre Rituale und Praktiken sind thematisch so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Amulette und Anhänger, die Schutz vor bösen Geistern, Unheil und Katastrophen gewährleisten sollen gehören zu den ältesten archäologischen Fundstücken überhaupt. Seit der Christianisierung waren es vor allem Frauen, die dämonisiert und mit dem Teufel und dunklen Machenschaften in Verbindung gebracht wurden. Durch Folter und peinliche Befragung war den Anklägern ein Instrumentarium gegeben, um den Opfern falsche Geständnisse zu entlocken. In der Ausstellung wird untersucht, wie es zu dieser beispiellosen Verfolgung von Menschen über mehrere Jahrhunderte hinweg kommen konnte und welche Hexenklischees sich bis heute noch in den Köpfen der Menschen gehalten haben. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Salzburger Wissenschaftlern.

Ein weiterer Höhepunkt der Museumssaison wird die Kunstausstellung "Römische Landschaften" der hochkarätigen Malerin Ingrid Pröller, welche ebenfalls am 10. Mai 2013 in der Eisenhut Galerie des Museums eröffnet wird. Die ehemalige Leistungssportlerin und Absolventin der Kunstakademie Wien kann bereits auf eine lange nationale und internationale Ausstellungstätigkeit zurückblicken. Ihr Focus richtet sich vor allem auf ein Umsetzen von Natursprachlichkeit in Bildsprachlichkeit, ihre Bildwelten laden nicht nur zum Betrachten, sondern zum Eintauchen ein. Als weiteren Meilenstein zeigt das Museum im Juni die Zeichnungen des beliebten SN Karikaturisten Thomas Wizany. Im Herbst wird der Neumarkter Lokalmatador Johann Weyringer seinen neuen Bildzyklus "Daidalos und Ikarus" präsentieren.