Stellwand 2014 Museum und Integration
Interkultureller Gemeinschaftsgarten

Das Eigene und das Andere

Was haben Integration und "neue" Gesellschaft" mit der Museumsarbeit zu tun?
Integration ist ein Prozess bei dem die "Komplementarität der Andersartigkeit" als Chance für eine gemeinsame offene Gesellschaft in Vielfalt verstanden, konzipiert und gelebt wird.
Im Museum Fronfeste und im dazugehörenden Interkulturellen Gemeinschaftsgarten versuchen wir, den Prozess von einer "Geschlossenen Eigengesellschaft" zu einer offenen "Welt- Gesellschaft" als neue gesellschaftlich - kulturelle Identität im Zeitalter der Globalisierung zu skizzieren.
Mit den Asylwerbern und Menschen mit Migrationshintergrund, wie auch Einheimischen, in Neumarkt am Wallersee wollen wir mit dem Interkulturellen Garten einen Beitrag zu einem friedvollen und solidarischen gerechten Miteinander als Wirkkraft für mehr Zukunftsfähigkeit auf Gemeinde- und regionaler Ebene erzielen.
Mit der Veranstaltung "Wanderung der Kulturpflanzen" mit Dr. Josef Heringer, Landschaftsökologe, und Dr. Hans Eder, InterSol, Politologe, begeben wir uns auf Entdeckungsreise auf Pflanzen aus aller Welt.
"Unsere" Äpfel, Karotten, Krautkopf & Co. als "Fremde" auf unserem Speiseplan sind selbstverständlich. Tomaten, Kartoffeln und Paprika können wir als "integrierte Ausländer" bezeichnen!
Das Fremde bzw. die Fremden werden bei uns vielfach als Problem gesehen und diskutiert. Eine Wahrnehmung des Fremden als Träger des kulturellen Erbes, von welchem wir alle profitieren, findet kaum statt.

In Form von verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, die inzwischen bei uns heimisch sind, wurden uns an diesem Tag Integration und Migration von Pflanzen und Menschen anschaulich vermittelt.
Ausstellungen im Museum Fronfeste, Exkursionen, Vorträge und vor Allem gemeinsames "Garteln", bewähren sich als wechselseitige Lern-, Erkenntnis-, und Erfahrungsquelle.
In der Museumsarbeit verstehen wir das Globale Lernen mit multikulturellen Aktionen als Abfederung des gesellschaftlichen Trends Flüchtlinge, Bettler und Menschen mit Migrationshintergrund auszugrenzen.
Mit der Konzeption und Umsetzung des innovativen Integrationsmodells pflegen wir die Kultur des Miteinanders.